Donnerstag, 21. August 2014

Herbstkind Sew-Along 2014

Ach nee wat is dat schön. Nach dem tollen Aufruf von Crafteln-Maike zum Hosenherbst werde ich jetzt auch beim Herbstkind Sew Along von Bea mitmachen.



Als ich nämlich mein Vorräte auf der Suche nach dem perfekten Hosenstoff durchwühlt habe, ist mir ein Stoff in die Hände gefallen, bei dem ich mich gefragt habe... warum zu Hölle hast du den gekauft...
Nach einer fassungslosen Schweigeminute kam die Inspiration...aus dem wird eine Jacke fürs Schmusebaby!!!

Mehr wird aber erst am 27. August verraten...

Babyoberteil das Erste

Irgendwie hat das Baby letzte Woche zuviel Spinat gegessen... von heute auf morgen passt fast kein Kleidungsstück mehr. Höchste Zeit also die Einkäufe vom Potsdamer Stoffmarkt zu verarbeiten.


Auch wenn das Baby auf dem Foto nicht so glücklich guckt, so bin ich zumindest glücklich, das dass Oberteil aus der Ottobre Kids 4/2014 mir so gut gelungen ist.


Ich habe das Oberteil in Größe 86 genäht. Vor dem Waschen wars zu groß.


Nach dem Waschen passt es perfekt... Glück gehabt.


Bevor es also weitergeht, werden die anderen Stoffe definitiv vorgewaschen.


 Man.... GRÖßE 86...gestern war mein Meidli doch noch so klein.....

Samstag, 16. August 2014

Hosen-Herbst Teil 1

Mit Freude habe ich in meinem Blogroll Maikes Aufruf zum HosenHerbst gelesen. Von August bis Dezember sammeln wir dort unsere Wünsche, Sorgen, Erwartungen und Erfahrungen mit den geliebten Beinkleidern.

Als ich damals vor Urzeiten anfing mit dem nähen, habe ich tatsächliche fast nur Hosen genäht. Dies lag daran, das ich ganze 15 Jahre jung war und es einfach uncool war im Rock in die Schule zu kommen... ein Kleid zu tragen war undenkbar...
Ausgelöst wurde der Hosennäh-Hype bei mir tatsächlich durch den Hauswirtschaftsuntericht in der Schule. 
Ich hatte nach einem langweiligen Halbjahr Hauswirtschtschaftsunterricht und einer 5 wegen nicht korrekt gereinigtem Spülenabfluss in den Technikunterricht gewechselt.
Just im zweiten Teil des Schuljahres wechselte der Hauswirtschaftsunterricht von der Kochtheorie zur Nähpraxis....
Die "coolen" Mädchen nähten sich im Unterricht alle eine einfache Baumwollhose mit Gummizug. Sie benutzen alle den gleichen blau/pinken Batikstoff und trugen die Hose dann nach Absprache alle gleichzeitig wie ein Gangabzeichen.... ich gehörte nicht dazu... das ärgerte mich. (kann man von einem Trauma sprechen wenn man sich da zwanzig Jahre später immer noch drüber ärgert ? ;-))

Zuhause schnappte ich mir die Nähmaschine und versuchte mein Glück. Es klappte gut... nur halt mit anderem Stoff...
Weil ich aber was höherwertiges als eine Hose mit Gummizug (phüüü) herstellen wollte versuchte ich mich gleich an einem klassischem Jeanshosenschnitt. Ich glaube die Hose war aus beigem Feincord. Insgesamt klappte das Nähen auch ganz gut, bis auf den Reißverschluss. 
An der zweiten Variante habe ich dann eine Knopfleiste eingebaut.. die war damals sowieso moderner. Weil aber die Knopfleiste immer noch nicht zu meiner Zufriedenheit war, habe ich mich auf Varianten mit seitlichem Reißverschluss verlagert...frei nach dem Motto... wenn du nicht weißt wie man ein Wort buchstabiert such ein Synonym.... diese Hose war glaube ich aus einem flanellähnlichem gelb blau karierten Baumwollstoff.... ich erinnere mich, der Stoff war billig und hat mir gefallen.. das waren damals meine Hauptkriterien für den Stoffkauf.

Als ich mit der Ausbildung anfing stagnierte das Nähen und ich nähte erst wieder 5 Jahre später. Hier auch wieder eine Hose. Das Schnittmuster war so toll. Es war eine gerade geschnittene Marlenehose, mit seitlichem Reißverschluss. Das eine Bein war obendrauf bis Mitte Oberschenkel komplett zum Aufknöpfen. Ich habe mir damals extra Knöpfe im gleichen Stoff beziehen lassen... modisch gesehen war das der Zeitraum in der auch die Addidas Jogginghosen mit den seitlichen Druckknöpfen aktuell waren. Ich glaube ich habe die Hose auch noch irgendwo...ich werde zwar wahrscheinlich nie mehr im Leben reinpassen.. aber irgendwie hänge ich immer an selbstgenähten Stücken. Wenn ich sie finde zeige ich euch ein Foto.
Der Schnitt sah in ungefähr so aus:


Gut, nach der Vergangenheitsbewältigung will ich mal die Augustfragen des #HosenHerbst´es beantworten:

Was für eine Hose möchte ich nähen?
Ich möchte auf jeden Fall eine Stoffhose nähen. Damit meine ich: auf keinen Fall nähe ich eine klassische Jeans.
Jeansverarbeitung habe ich in sehr sehr schlechter Erinnerung. Spätestens an den Stellen an denen mehr als vier Lagen aufeinander treffen streikt meine Maschine, das Nahtbild wird hässlich, die Nadel bricht und ich verzweifel. 

Welche Hosen habe ich bisher gerne oder ungerne getragen?
Karotten und Röhre gehen gar nicht für mich und noch gruseliger sind Steghosen aus Sweatstoff... uarghhh...gottseidank ist der Trend auch vorbei....

 Was sind meine Ansprüche an eine Hose?
Taschen muss sie haben.
und auch ohne Gürtel sollte sie nicht rutschen.

 Welcher Hosentyp passt zu meinem Körper und zu meinem Leben?
also eine Hüftjeans wird es momentan wohl eher nicht werden, eher etwas mit einer höheren Taille, idealerweise etwas mit Bauchwegfunktion...wahrscheinlich eine die man im Büro und Freizeit gleichermaßen tragen kann.

 Aus welchem Material möchte ich meine Hose nähen?
Mhm, schwierig. Wenn ich diese Revival-Hose nähe dann werde ich wahrscheinlich wieder so einen grau, leicht fliesenden Stoff nehmen, wie ich ihn damals hatte. Sollte mir aber noch ein anderer Schnitt über den Weg laufen, so könnte ich mir auch eine richtige Herbsthose aus dickerem Wollstoff vorstellen oder eine etwas kürze, ähnlich wie Ms. Fischer sie vorgestellt hat, aus Samt... oder aus Breitcord... mir schwebt da gerade ein komplett schwarzes Outfit mit einer kurzen froschgrünen Shorts durch den Kopf....naja mal schauen. (aus dem Cord sollte eigentlich eine Tasche entstehen, und davor sollte er schon mal eine Babyhose weren...)

Welche Materialien eigenen sich für welchen Hosenschnitt
Tjoa... wenn man mutig genug ist, kann man aus allem eine Hose nähen... es ist nur die Frage ob man es hinterher auch trägt bzw für jeden Anlass geeignet ist...für den Alltag würde ich sagen das der Stoff nicht zu dünn sein sollte, nach Möglichkeit nicht durchsichtig. Der Stoff sollte relativ knitterresistent sein und es sollten sich nicht nach dreimal tragen diese kleinen Stoffknubbel zwischen den Oberschenkeln bilden.

Welche Schnittmuster habe ich bereits ausgesucht?
Momentan ehrlich gesagt noch keines, weil ich mich spontan entschieden habe teilzunehmen, aber ich werde gleich mal meine Schnittmusterhefte durchblätter und mich von den anderen Teilnehmener an Meikes Hosen Herbst inspirieren lassen  

Was für ein Schnittmuster suche ich noch?
Eins das meiner Skizze relativ ähnlich ist.


Ich geh dann jetzt mal Stoff und Schnittvorräte durchwühlen. Wir hören uns zu diesem Thema wieder im September wenn es um die Passform geht.

Donnerstag, 14. August 2014

Mein Froschkönig

Das Festival of Quilts ist vorbei und mein Frosch ist wieder bei mir Zuhause.
Es ist also an der Zeit ihn euch mal endlich vorzustellen





Er ist 1,20m x 1,20m groß und eigentlich gehört er gar nicht mir, sondern dem Baby, das ihn nun dann auch endlich planmäßig als Schmusedecke verwenden darf.

Leider habe ich ja nicht gewonnen, aber die Bewertungszettel waren sehr aufschlussreich. Das Binding und das Quilting sind nur befriedigend. Leider muss ich ja zugeben das dass stimmt. Das Binding habe ich nur von hinten nach vorne umgeschlagen und mit der Maschine runtergerattert. Beim Quilting habe ich mittels vor/zurück vernäht, was natürlich manchmal leichte Gnubbel macht. 
Am schlimmsten war, das der Quilt nicht gerade hing. Das ist mir im Vorfeld auch schon aufgefallen und ich habe versucht es wegzubügeln...damit habe ich es aber wohl eher noch schlimmer gemacht.. naja.. Uschy hat mir freundlicherweise ein Foto vom "Frogking" wie er in der Ausstellung hin geschickt und ich muss ja leider zugeben, das sah wirklich nicht gut aus.


Aber egal, er ist heile wieder hier, und er ist schließlich eine Schmusedecke und kein Wandquilt.






Montag, 7. Juli 2014

Oh wie schön ich fahr nach Plön....

...und zwar auf ein Nähwochenende vom 03. bis zum 05 Oktober.
Organisiert wird das ganze von Nana und Sonja und mehr Info´s gibt es hier.

Es darf hemmungslos genäht, gequiltet, gepatcht, gestrickt und getratscht werden. Sonja wird einen Taschenkurs anbieten und das beste (für euch) ist... es sind noch Plätze frei.

Ich freu mich schon in Gegenwart von vielen netten anderen Frauen nette Dinge zu nähen, bzw zu vollenden. Ich habe mir eigentlich fest vorgenommen, dass ich meine ganzen UFO´s mitschleppe und vollende.... zu mindestens teilweise... wenn der Piratensitzsack mal endlich fertig werden würde, wäre das schon ganz schön... und dann liegt hier ja immer noch der unvollendete NYB... und der Portraitquilt wartet irgendwie auch immer noch auf  Fertigstellung... achja... andererseits...ich hab ja da noch dieses tollen Jellyrolls aus America und auch schon eine Idee für deren Verwendung... ach man... ich fürchte drei Tage Non-Stop-Nähen werden auch dieses mal viel zu kurz sein ;-)

Also, wenn Ihr dabei sein wollt, meldet euch bei Nana!!!

Mittwoch, 2. Juli 2014

Mehlsack mit Punkten bzw. das Passformdiläma

Ich hatte in der Tat über die Jahre verdrängt warum ich zwischenzeitlich lieber Quilts genäht habe, anstatt Kleidung.

Einen Grund kann man hier zumindest erahnen... Passformprobleme


Die Bündchen sind zu weit, der Ausschnitt sehr großzügig und das ganze irgendwie auch zu lang.

Ich bewundere beim MeMadeMittwoch immer Eure tollen Ergebnisse und frage mich jedes Mal wie machen die das, dass das immer so perfekt passt??
Gut, in diesem Fall ist das Problem wahrscheinlich damit gelöst,das ich den Schnitt aus der KnippMode einfach nochmal (wahrscheinlich) mindestens eine Nummer kleiner nähe... also in Gr 44 statt 46.
Ich ärgere mich allerdings, das ich Zeit und Stoff in ein Teil investiert habe, welches ich jetzt entweder ändere oder verschenke. Es kann doch nicht sein das man von allem und jedem immer erst ein Probemodell nähen muss, oder?
Wenn ich für das Probemodell billigen Stoff verwende und es passt, dann ärgere ich mich das ich es nicht gleich aus guten Stoff genäht habe.
Nehme ich guten Stoff und es passt nicht, ärgere ich mich über das hinausgeworfene Geld wenn das Stück zu klein und untragbar ist bzw über das auftrennen und ändern und die zusätzlich benötigte Zeit.

Bin ich einfach nur zu ungeduldig? Wie geht Ihr damit um?
Messt ihr die Schnittmuster vor dem Zuschneiden nach und gleicht es mit euren Maßen ab?

Naja... aber es ist nicht alles schlecht. Die farbigen Ärmelbündchen gefallen mir ganz gut und ich habe das erste mal ein Kleidungsstück aus Jersey genäht ohne zu verzweifeln.

Alles in allem habe ich aber beschlossen, dass ich dieses Mal nicht wieder die Flinte ins Korn werfe, sondern den Ehrgeiz entwickle dieses Shirt mit einer zufriedenstellenden Passform nochmal herzustellen.

Samstag, 28. Juni 2014

Scrap-Art- Irgendwas Album

Um die Unmengen an Fotos die wir in den letzten paar Monaten produziert haben, richtig schön in Szene zu setzen.. Hochzeit... Hochzeitsreise...das Baby aus jedem nur vorstellbaren Blickwinkel.. habe ich beschlossen, mich mal mit Srcapbooking zu beschäftigen.

Eigentlich ist es wohl so, das man beim Scrapbooking das Foto auf eine schönes Hintergrundblatt klebt und das ganze dann mit weiteren Papier und sonstigem Beiwerk dekoriert und das dann wiederum in Einsteckhüllen steckt und das dann wiederum in einen Ordner heftet. (Ihr könnt mich gerne korrigieren wenn das falsch ist.)
Dann gibt es ja auch noch das Art-Journaling. Da ist es wohl so das man ein fest gebundenes Buch hat, in das man sehr viel, malt, klebt, schreibt und stempelt.

Ich habe mich für eine Mischung aus beidem entschieden...also ein festest Buch in das geklebt und gemalt und gestempelt wird.

Leider ist mir gleich auf der zweiten Seite ein wirklich blöder Klebefehler unterlaufen, der mir aber auch lustiger weise erst beim zehnten Mal angucken aufgefallen ist...


Rausreißen der Seite ist keine Option, weil die Seiten dahinter auch schon beklebt und bemalt sind.
Irgendwie muss ich mich wohl jetzt damit abfinden das wir in New Y-Rok Urlaub gemacht haben, oder hat einer von euch einen Optimierungsvorschlag?



Donnerstag, 19. Juni 2014

Upcycling Zwei aus Eins

Das hier ist meine alte Schwangerschaftshose.


Wie man sieht, hat sie es so ziemlich hinter sich. Ein eventuelle zweite Schwangerschaft würde das Ding definitiv nicht überstehen. Da das Baby aber zufällig gerade Hosenbedarf hat, habe ich kurzerhand aus einer großen Hose zwei Kleine genäht.



Sehr praktisch übrigens, das der Bündchenstoff gleich mitgeliefert wurde ;-) Allerdings hat der nur für eine Hose gereicht, so dass die Bündchen an der zweiten Minihose aus weißen Jersey aus meinem Schrank entstanden sind. Der Schnitt ist aus der Ottobre 01/2014.  Leider war die kleinste verfügbare Größe 86. Das Baby trägt 74/80...aber naja... dafür werden die Hosen bestimmt auch noch ein halbes Jahr lang prima mitwachsen. Unten an den Beinen ist nämlich noch jeweils 10cm Bündchenstoff.



Ist euch übrigens der tolle versteckte Käfer aufgefallen, der partout nicht in der Tasche bleiben will?


Die Stickdatei habe ich von diesem tollen Blog. Ein fettes Danke an froschfuss und Kirsten, dass Ihr euch soviel Mühe macht.
Hiermit reihe ich mich dann auch in die Juni-Abstimmung der Freebiechallenge ein.

Jetzt werde ich noch bei der Meidlisache und beim Kiddikram vorbeischauen was es da so schönes gibt. Vielleicht finde ich ja dort eine tolle Idee für eine bessere Verwendung der Stoffbeute vom Potsdammer Stoffmarkt, denn aufessen ist irgendwie dann doch keine Option.


Freitag, 6. Juni 2014

Meine Superhelden

Erinnert ihr euch noch an die Superheldenhemden?
Jetzt kann ich euch endlich zeigen wofür ich die Hemden gebraucht habe.




Auf unserer Hochzeit waren nämlich sprichwörtlich die Helden los. Wenn man schon so viele Brüder hat, dann muss man deren Hilfe und Unterstützung ja auch mal würdigen und kenntlich machen.







...und weil es richtige Helden sind, wurde ich auch auf Händen getragen...


...und weil nicht nur ich, bzw wir uns gefreut haben sondern die ganze Hochzeitsgesellschaft fröhlich war, hat die Superheldenhemdenaktion zu einem super Freutag beigetragen.



Mittwoch, 4. Juni 2014

Die Hochzeitsreise mit Baby: Teil 4 von 4 Washington DC

Als abschließender Bericht der Hochzeitsreise, fehlt noch der Teil über Washington DC.

Kurz gesagt, Washington DC fanden wir prima! Das Hotel war prima. Die Stadt ist sehr sauber, hell und freundlich. Es gab im Gegensatz zu New York und Philadelphia viel Straßencafes in denen man draußen sitzen und die Sonne genießen konnte. Insgesamt wirkte die Stadt auf mich mehr Europäisch.

Die Sehenswürdigkeiten waren auch toll. Ziemlich Touristenmäßig haben wir alles mitgenommen was man unbedingt gesehen haben sollte.




In Washington ist übrigens in fast allen Museen freier Eintritt... und es gibt viele Museen in Washington... wir waren in keinem einzigen. Das lag jetzt nicht daran das es mich nicht interessiert hätte, sondern eher daran, dass wir nach 14 Tagen Städteurlaub einfach genug Sachen angeguckt haben.

Dafür waren wir im Zoo. Dort ist der Eintritt ebenfalls frei... Parken kostet aber 22$.





Alles in allem war es eine sehr schöne Reise die ich jederzeit wieder machen würde. Das Baby war sehr friedlich, hat alles mitgemacht und sogar laufen gelernt.
Das Wetter war super und trotz überwiegender Ernährung mit Fast Food habe ich nicht zugenommen.
Was will man mehr???

Ich habe haufenweise Fotos gemacht, die ich jetzt fröhlich in mein neues Scrapalbum kleben werde, wer weiß, vielleicht wird das ja zum neuen Hobbie


Die Hochzeit: Das Brautkleid


Letzten Samstag habe wir endlich die Bilder von unserem Fotografen bekommen, so dass ich euch heute endlich das selbstgenähte Standesamtkleid zeigen kann. Auf den privat geknipsten Bilder habe ich doch tatsächlich immer eine Jacke an, oder jemandem im Arm, so dass man das Kleid nicht richtig erkennen kann.


Schlussendlich ist es ganz anders geworden als geplant bzw. sogar angefangen, aber dafür war es dann aber auch (für mich) perfekt.



Das Oberteil gehört zu einem Kleid (Mod 37) aus der Simplicity Nähmode 3/2011. Leider stimmte dort etwas nicht mit den Schnittteilen...meines Erachtens hat da ein Radius am Armauslauf gefehlt, so das ich ziemlich herumgedoktert habe. Es stellte sich auch heraus das der Brautsatin  nicht so schwingen wollte wie das Schnittmuster (bzw. ich) es vorgesehen hat, so dass ich kurzerhand das Kleid in der Mitte durchgeschnitten habe und einen ganzen Teller angenäht habe. 

Untendrunter trage ich einen Pettycoat genäht nach der Anleitung von Natron und Soda.
Ich habe allerdings einen richtigen Bund angenäht, da mir das Gummizuggekräusel zu viel aufgetragen hat. Dummerweise habe ich zwischen Nähen und großem Tag irgendwie zwei bis drei Zentimeter Bauchumfang verloren und der Pettycoat ist mir ständig herunter gerutscht. 



Immerhin haben die Accessoires und das Babyfeierkleidchen noch einwandfrei gepasst und die Sonne hat geschienen.
Es war ein super Tag.


Mehr passenden Kleidung gibt´s übrigens wie jeden Mittwoch  auf dem MeMadeMittwoch Blog und ich bin heute auch mal dabei.




Freitag, 30. Mai 2014

Die Hochzeitsreise mit Baby: Teil 3 von 4 Lancaster

Für Lancaster haben wir uns (eigentlich nur ich) aus zwei Gründen entschieden.
Erstens: Die Alternative zu Lancaster wäre Baltimore oder Atlantic City gewesen. Baltimore ist eine der zehn gefährlichsten Städte in den USA und Atlantic City ist das zweite Las Vegas. Also fallen diese beiden Städte mit Baby im Schlepptau aus.
Zweitens: Lancaster liegt bzw ist Amish Country. Amish haben sehr viel mit Patchwork zu tun...

Wir haben nicht direkt in Lancaster geschlafen, sonder in Gordonville und noch genauer auf der Eby Farm.

 

Auf der Ebyfarm war es im Vergleich zu New York und Philadelphia richtig ruhig. Man hat lediglich die Kühe muhen und die Hühner gackern gehört.



Nach einem leckeren Frühstück mit leckeren Pancakes und French Toast haben wir die Gegend erkundet, bzw. die uns empfohlenen Quiltläden und Fabric-Stores aufgesucht.

Ach war das toll.....sooo viel Stoff... und so viele tolle Quilts


Leider habe ich den großen Fehler gemacht ohne konkretes Projekt loszulaufen und somit war ich von dem vorhandenen Angebot und vor allem von den unschlagbar günstigen Preisen absolut überfordert.
Ich habe daher nur ein paar hautfarbende Stoffe für meine Portraitquilts gekauft und zwei Jellyrolls.


Wie schon erwähnt liegt Gordonville mitten im Amish Country. An einem Abend hatten wir ein Dinner bei einer Amish Family. Es war ein sehr  interessantes Erlebnis mit sehr leckerem Essen. Leider wurden wir nach dem Essen sehr schnell hinauskomplimentiert. Das empfand ich als sehr unhöflich. Wie Lynette, unsere Vermieterin, uns aber nachträglich erklärte, liegt dieses daran, dass die Amish soweit wie möglich den Kontakt zur "Aussenwelt" vermeiden wollen. Sie selber habe viele Amish als Nachbarn, die auch stets sehr höflich wären, aber niemals Privates außerhalb der Amishgemeinde besprechen. 

Es ist schon irgendwie komisch wenn man die ganzen Pferdekutschen überholt, oder jemanden sieht der mit einer Egge und sechs Pferden davor das Feld bestellt.



Wir waren vier Tage auf der Farm. Am dritten Tag ist uns eingefallen das wir doch gerne das Meer sehen wollen. Also haben wir eine Tagestour nach Atlantic City gemacht. 
Zum Vergleich: das ist so als führe man von Dortmund an die Nordsee und wieder zurück.  Organisatorisch gesehen war das eine reine Fehlplanung. Wir sind zwei Stunden hingefahren, waren eine Stunde da (weils sehr kalt war, wir alle nur kurze Hosen anhatten und es nix besonderes zu sehen gab) und sind dann zwei Stunden wieder zurück gefahren. Die einzige Sehenswürdigkeit in der ansonsten sehr tristen Stadt ist wohl die Kirmes auf dem Steg... und selbst die sieht nur von weitem imposant aus...
Wahrscheinlich muss man hier wirklich, ohne Kind, abends in die Casinos gehen.




Fazit: Urlaub auf dem Bauernhof  (super fürs Kind)... Urlaub im Stoffparadies (super für die Mutti) ....
Vati hatte auch Spass weil er Autofahren durfte .... alle Glücklich !!!





Donnerstag, 29. Mai 2014

Die Hochzeitsreise mit Baby: Teil 2 von 4 Philadelphia

Am fünften Tag unserer Reise haben wir New York verlassen und sind in Richtung Philadelphia aufgebrochen.

Wir sind zuerst mit dem Expressbus zurück zum Flughafen Newark gefahren und haben dort unseren Mietwagen in Empfang genommen.
Ursprünglich war geplant den Wagen direkt in Manhattan zu mieten und abzuholen. Die Alamo Mietstation war auch nur eine Querstraße von unserem Hotel entfernt, ABER....  wie man uns dort mehr oder weniger freundlich mitteilte, leider sind die Wagen nur online zu mieten und am Flughafen sind sie billiger und es gibt in Manhattan selbst nur eine begrenzte Auswahl an Fahrzeugen.

Also merken : Den Mietwagen das beim nächsten Amerikaurlaub schon von Deutschland aus im Internet reservieren. Das ist nämlich nochmal billiger.

Auf der fahrt nach Philadelphia haben wir einen Umweg über die Shoppingmall King of Prussia gemacht. Das ist die zweitgrößte Shoppingmall in Amerika. Erstaunlicherweise war dort fast nicht los. Ich hatte erwartet das man dort durchgeschoben wird wie am letzten Samstag vor Heiligabend in der Innenstadt, aber nix.... wir waren teilweise die einzigen Kunden in den Geschäften. Das war ganz angenehm.

Elida hat neue Schuhe bekommen, Hannes hat neue Schuhe bekommen, ich hab neue Hosen und Blusen und Kleider bekommen und wir alle haben Essen in der Cheesecake Factory bekommen.

Übernachtet haben wir in den Windsor Suites Philadelphia. Tolles Hotel. Die Mitarbeiter am Empfang waren sehr sehr freundlich und es gibt einen Pool auf dem Hoteldach. Wir haben ein größeres Zimmer bekommen als wir gebucht haben. Es war eine richtige Suite mit ca 45m², Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer mit 2m x 2m Bett.

Philadelphia selber ist ganz nett, aber wenn man nicht dort war hat man nicht unbedingt etwas verpasst. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind wohl die Liberty Bell und die Independence Hall. Beides hat uns nicht wirklich vom Hocker gerissen. Was ganz nett war ist diese Skulptur. Der Künstler ist in Philadelphia geborener und die Skulptur wohl mehr oder weniger bekannt.



Am Nachmittag sind wir zu Walmart gefahren und haben uns mit Babyfood und Windeln eingedeckt.
Ich persönlich bedauere es ja, das es Walmart nicht mehr in Deutschland gibt.
Die haben viele schöne Sachen ...Scrapbook-Zubehör... Stoffe.... Möbel... Dekokram....

Fazit: Zwei Übernachtungen in Philadelpia reichen absolut aus. Die Sehenswürdigkeiten kann man an einem Vormittag abspazieren. Die Shoppingmall war ein kleines Highlight und das Hotel kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Das Frühstück war sehr lecker und im Zimmerpreis inklusive.

Morgen gehts dann weiter Richtung Lancaster.


Mittwoch, 28. Mai 2014

Die Hochzeitsreise mit Baby: Teil 1 von 4 New York

So, nun sind die Hochzeitsvorbereitungen, die Hochzeitsfeierlichkeiten und die Hochzeitsreise vorbei. Es kehrt also langsam wieder etwas Ruhe ein und somit genug Zeit um das ganze Geschehen blogtechnisch aufzuarbeiten. Anfangen will ich mit dem Hochzeitsreisebericht.

Unsere Hochzeitsreise ging mit Kind und Krümmelmonster für 16 Tage nach Amerika.
Nun kann man sich darüber streiten ob, oder ob man nicht, mit einem elf Monate altem Baby, so eine weite Reise, inklusive 8h Flug, unternehmen soll. Wir waren der Meinung, probieren geht über studieren und deswegen haben wir uns für
5 Tage New York,
2 Tage Philadelphia
4 Tage Gordonville near Lancaster im Amish Country
und zum Abschluss nochmal für
4 Tage Washington DC entschieden.


In Amerika ist für den Fall der Fälle die medizinische Versorgung sehr gut und Babyartikel sind, ebenso wie in Deutschland, an jeder Ecke erhältlich.

Da Elida ja noch relativ klein ist, konnte ich den Flug nicht übers Internet buchen. Zum einen waren die Portale nicht flexibel genug und man konnte schlicht und einfach nicht eingeben das man mit Baby reist und zum Zweiten wollten wir uns gerne die Plätze im Flugzeug reservieren, die die Möglichkeit haben, einen Liegeplatz für das Baby zu montieren.


Als dritte erschwerende Situation kam hinzu, dass wir einen sogenannten Gabelflug haben wollten. Das bedeutet das Ankunfts und Abflugflughafen unterschiedlich sind.
Eines schönes Sonntages im Januar sind wir also zum Flughafen gefahren und haben uns nach einem Preisvergleich zwischen Lufthansa und KLM für die 500,-€ billigere KLM entschieden.

Am Abreisetag sind wir also fröhlich mit drei Rollkoffern, drei Handgepäckstücken, Kameratasche und Buggy gestartet. 
Während des Eincheckens gab es einen kurzen Schreckmoment, da die ESTA-Registrierung anscheinend noch nicht richtig übermittelt wurde. Ich kann daher nur empfehlen die Genehmigung ausgedruckt dabei zu haben. Gott sei Dank gibt es ja mittlerweile mobiles Internet und so konnten wir der freundlichen Frau am Check-In nachweisen das wir keine kriminelle Vergangenheit haben und auch nicht Vorhaben kriminelle Dinge zu tun...

Da Bremen ja doch irgendwie ein Dorf ist, mussten wir auf dem Hinflug in Amsterdam umsteigen. Da kleine Kinder den Druckausgleich noch nicht selbständig durch gezieltes Schlucken durchführen können, habe ich für die Starts und Landungen eine große Flasche Apfelsaft eingepackt... Apfelsaft passt irgendwie immer ins Kind... das hat sehr gut funktioniert. 
Ebenso hatten wir eine große Tüte Bestechungskekse im Gepäck. 

Long Story short: 
Elida hat den Flug sehr gut überstanden.
Wir auch!
Die Kekstüte war am Ende des Fluges noch so gut wie voll!
Unsere Sitznachbarn haben sich freundlich von uns verabschiedet was mich darauf schließen lässt, dass auch sie sich nicht übermäßig vom Kind belästigt gefühlt haben.

New York liegt in der Zeitrechnung 6h hinter uns. Nach anderthalb Stunden (!) warten an der Passkontrolle sind wir um ca 17 Uhr NY-Time ( 24 Uhr deutsche Zeit) in unserem Hotel (welches ich uneingeschränkt empfehlen kann) angekommen. Gemäß der Empfehlung im Reiseführer haben wir uns nicht direkt ins Bett fallen lassen, sonder haben uns einen ersten (von vielen weiteren) Fast Food Snack im Deli um die Ecke gegönnt. (Elida bekam Grießbrei aus dem Reiseproviant). Der Tip war nur mäßig erfolgreich, da wir am nächsten Tag um 4 Uhr morgens alle mehr oder weniger putzmunter waren.  Immerhin hat das dazu geführt das wir pünktlich um 6:30 die freie Platzwahl beim Frühstücksbuffet hatten.
Da wir das Glück haben, das Eldia mit ihren elf Monaten alles anstandslos isst (und verträgt) was sie serviert bekommt konnten wir leckere Vollkornbeagels mit Zimtaroma und Rosinen genießen und matschige Muffins mit Ei.

Die erste Tagestour ging zu Fuß mit "Stroller", Cookie und "Cutie" quer über den Time Square, vorbei am Rockefeller Center und 5th Avenue in den Central Park. Dort spazierten wir am Zoo und am Playground vorbei. Auf dem Rückweg wollte ich für eine kurze Sekunde ins MoMa. Dort ist Freitags ab 16 Uhr freier Eintritt für jedermann. Leider war ich nicht die Einzige die dieses Angebot nutzen wollte. Die Warteschlange erstreckte sich über einen kompletten Block.... Fazit: Lieber den Eintritt bezahlen als sich von hunderten von Leuten durch die Ausstellung schieben zu lassen.

Als frischvermählte Jungeltern und Durchschnittstouristen müssen wir leider an dieser Stelle feststellen, dass es überwiegend nur Urlaubsbilder gibt die das Baby in Großaufnahme zeigen. Die Bilder sind natürlich uuuunglaublich schön, aber sehr wahrscheinlich auch für alle anderen sehr sehr langweilig (Großeltern und sehr enge Freunde und Verwandten mal ausgenommen).

Am zweiten Tag sind wir Richtung Lower Manhatten gewandert. Erste Haltestelle Schuhgeschäft... zweite Haltestelle "Flat Building"


Am dritten Tag sind wir mit der U-Bahn Richtung Ground Zero gefahren. Die Erkenntnis hierzu ist, dass die New Yorker U-Bahn nicht besonders Kinderwagen freundlich ist. Beim Aussteigen haben wir eine Station erwischt die ausschließlich Ausslassdrehkreuze für Einzelpersonen hatte. Sich selber inkls. zusammengeklappten Kinderwagen da durch zu quetschen ist wirklich ein kleines Kunststück...
Um so erfreulicher war dann die kostenlose Fahrt mit der Staten Island Fähre. Man shippert an der Freiheitsstatue vorbei und hat einen schönen Panoramablick auf Manhattan und das neue One-World Center.

Am vierten und letzten Tag unseres New York Aufenthalts haben wir vormittags Rundfahrten mit den Doppeldeckerbussen gemacht. Mit Kleinkind ist das so eine Sache... erstens muss man aufpassen das es nicht über die Reling fällt, zweitens zieht das Kind beim herumhampeln meistens die Kopfhörerkabel aus dem Audioguide heraus und selbst wenn es dann irgendwann einschläft, hat man seine Müh und Not das Kind zu beschatten.
Wir haben also den restlichen Tag, zusammen mit vielen Nannys, im Central Park verbracht. War auch schön. auf dem Rückweg ins Hotel habe ich die Straße aller Straßen gefunden. Mehr dazu gibt es hier zu lesen.

Am fünften Tag hatten wir einen Transfer Tag... aber davon erzähle ich euch dann das nächste Mal.

Fazit zu New York mit Kleinkind: Joa, kann ich bedingt empfehlen. Man muss sich darüber im klaren sein, das man die meisten Sehenswürdigkeiten nur von aussen sieht, da das stundenlange stehen in den Warteschlangen mitunter sehr anstrengen sein kann. U-Bahn fahren mit Kinderwagen ist eine Katastrophe. Wir sind also sehr viel spazieren gegangen. Elida hat sich das stundenlang gefallen lassen. Allerdings haben wir auch sehr häufig Spielepausen entweder im Central Park oder im Hotelzimmer eingelegt. Zur Not also lieber einen Tag mehr einplanen. Für unsere Bedürfnisse waren vier Tage vollkommen ausreichend. Drei hätten auch gereicht. Frische Mahlzeiten mit Gemüsebeilage die nicht frittiert sind oder in Soße ertrinken, sind sehr schwer zu bekommen. Wir waren öfters zum Mittagessen in chinesischen Delis. Dort kann man sich von einem Buffet bedienen, das ganze wird nach Gewicht abgerechnet und man bekommt wenigstens ein bischen Vitamine. 


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